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Auch Klingonen sind von der Pandemie betroffen

Neue Wörter: Corona auf Klingonisch

Der klingonische Wortschatz wächst dauernd. Heute erfuhren wir die neuen Begriffe für Impfungen.
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Screenshot aus Youtube-Video mit neuen Corona-Vokabeln
Als Marc Okrand 1985 Klingonisch entwickelte, basierend auf den ersten sechs Sätzen, die James Doohan erfunden hatte, war der Wortschatz noch sehr rudimentär und bezog sich erstmals hauptsächlich auf die Filme. Das ist der Grund, warum wir viel über klingonische Waffen und Raumschiffe reden können, aber simple Alltags­gegenstände wie Brot oder Kühlschrank lange Zeit unbekannt waren.

Nachricht von Maltz

Dies formuliere ich aber bewusst in der Vergangenheit, denn Marc Okrand hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Sprache dauerhaft weiter zu entwickeln, damit die Klingonisch-Fans diese Sprache auch täglich verwenden können. So hat sich der Wortschatz von 1985 bis heute von ursprünglich 1.800 auf über 4.000 Wörter mehr als verdoppelt!

Hierbei spielt Okrand das Spiel konsequent weiter, dass er die neuen Wörter von seinem Informanten Namens Maltz erhält.

Impfung auf Klingonisch

Auch heute gab es wieder neue Vokabeln, welche die aktuellen Ereignisse absolut deutlich darstellen. Seit Beginn der Pandemie steht nämlich die Frage im Raum: Wie spricht man über diese Situation auf Klingonisch?

Zitat von Marc Okrand:

“Maltz dachte, dass man javtIm raS'IS (Virus-Saat) für "Impfung" verwenden könne, fügte aber gleich hinzu, dass dies eigentlich eine Kurzform von javtIm ngeb raS'IS (Saat des unechten Virus) ist. Dies würde aber im richtigen Kontext nie zu Verwirrung führen (außer bei Impfgegnern).

Die Verwendung des Wortes raS'IS (Samen, Saat, Körnchen) ist ein Überbleibsel von alten Formen der Medizin. Das Nomen ist üblicherweise das Objekt des Verbes SIQ (erleiden) wenn man darüber spricht, eine Impfung zu erhalten, d.h. geimpft zu werden.

Für das Verabreichen der Impfung hört man immer noch das Verb poch (einpflanzen), wie in javtIm raS'IS poch Qel. (Der Arzt pflanzt die Virus-Saat ein.) Man könnte auch sagen javtIm raS'IS pochmeH Hergh QaywI' lo' Qel. (Der Arzt pflanzt die Virus-Saat mit einem Hypospray ein.) Üblicherweise hört man aber die kürzere Form javtIm raS'IS Qay Qel (Der Arzt injiziert die Virus-Saat), denn, im medizinischen Kontext, setzt das Verb Qay (übertragen) normalerweise voraus, das ein Hergh QaywI' (Hypospray, Spritze) verwendet wurde.

(Nachricht an Lieven L. Litaer vom 28. Februar 2021)

Neue Wörter vom qepHom

Auch am Klingonischkurs Saarbrücken (bekannt unter dem Namen qepHom) des Jahres 2020, das wegen der Pandemie ja leider ausfallen musste, erhielten wir von Maltz ein paar neue Wörter rund um das Thema.

Wir fragten ihn nach den Wörtern für das kursierende Virus SARS-CoV-2, und für die damit verbundene Lungenkrankheit Covid-19. Darauf antwortete Marc Okrand:

“Dies ist eindeutig eine irdische Sache, deswegen gibt es kein klingonisches Wort dafür. "Virus" ist javtIm, daher dachte Maltz dass qoro'na javtIm eine gute Beschreibung für das "Coronavirus" sei. Für die Krankheit schlug er qo'vID wa'maH Hut vor. Maltz sagte, dass er sich nicht mit den klingonischen Viren auskenne und daher nicht wisse, wie klingonische Wissenschaftler über SARS-CoV-2 sprechen würden.

Weitere Wörter im Video

Nach dem Hashtag der Kampagne #StayTheFuckHome die Anfangs der Pandemie die Runde machte, gab es direkt danach auch den Hashtag auf Klingonisch: #juHDaqratlhjay'

Passend dazu hatte ich damals für euch ein Video mit den wichtigsten Begriffen dazu erstellt. Schaut und lernt:

Hat dir dieser Artikel gefallen? Dann würde ich mich über einen kleinen Kommentar sehr freuen! Auch wenn es Fragen oder Vorschläge gibt, freue ich mich über jede Art der Rückmeldung. Falls der Kommentar nicht öffentlich sein soll, gibt es natürlich auch viele alternative Kontaktmethoden.

Qapla’!
   Euer Klingonischlehrer Lieven L. Litaer.

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ÜBER DEN AUTOR

Lieven L. Litaer ist Klingonischexperte, Autor, Gründer des Deutschen Klingonisch-Instituts und weltweit bekannt als der Klingonischlehrer überhaupt. Mehr Informationen darüber gibt es auf seiner Seite www.lieven-litaer.de

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