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Die Aussprache des Klingonischen

Eine gutturale Sprache

Die Aussprache des Klingonischen ist nicht so schwer, wie man zuerst denken würde. Die meisten Laute kann man ruhig so wie im Deutschen aussprechen, und einige sind nur ein klein wenig anders.

Es gibt nur eine Handvoll Laute, die komplett anders und recht kompliziert sind. Der Tipp für Anfänger: Lasst euch davon nicht allzusehr ablenken. Es ist besser, mit einem leichten Akzent zu sprechen, als überhaupt nicht.

Komplett wie im Deutschen

Diese Laute kann man bedenkenlos ohne weitere Erklärung so sprechen, wie man es im Deutschen erwarten würde:[1]
a – b – l – m – n – ng – o – p – t – u
  • Der Laut ng ist im Deutschen nicht fremd, darf aber im Klingonischen nicht wie in "Man-go" oder "Klin-gone" getrennt werden.
  • Es ist zu beachten, dass das o immer wie on "Oh!" oder "Dose" zu sprechen ist, niemals wie in "Knopf" oder "Schrott."
  • Die Laute p und t werden sehr kräftig mit einem Luftausstoß gesprochen, so wie wenn man ein trotziges "Pah!" ausruft.

Fast wie im Deutschen

Diese folgenden Laute sind manchen deutschen Lauten sehr ähnlich oder wenigstens bekannt. Wenn man sie wie im Deutschen ausspricht, hat man jedoch einen leichten Akzent:

ch – D – e – I – q – r – S – v – w – y
  • ch ist auf keinen Fall das Deutsche "ch" sondern klingt wie der tsch-Laut in "Tschüß" oder "Ciao" oder "Ketchup".
  • Der Buchstabe D wird groß geschrieben, als Erinnerung, dass es kein normales D ist. Stattdessen wird die Zunge witer hinten im Mund gesprochen. Das kann man aber kaum mit Worten beschreiben.
  • Das klingonische e wird nie wie in "See" gesprochen, sondern immer als Ä – wie in "Kette" oder "fett".
  • Stattdessen wird das I (großes "Ida") wie das deutsche e in "See" gesprochen, niemals als "ie". Das Wort SIv ("sich wundern") reimt mit "Schiff", nicht mit "schief".
  • q ist fast wie ein K, aber weiter hinten im Hals.
  • Das r ist fast wie ein gerolltes r. Es darf nicht wie das französische R klingen, denn das wäre dann der Laut gh (siehe unten).
  • Der Zischlaut S ähnelt sehr stark dem deutschen SCH, ist aber etwas näher am englischen SH.
  • Der Buchstabe v wird wie im Englischen gesprochen. Wer ein deutsches F spricht, hat einen sehr starken Akzent.
  • Das w ist im Grunde der Laut U. qaw reimt also mit "kau".
  • Der Laut y ist gleich dem englischen Y in "yes" bzw. dem deutschen J in "ja".

Schwierige Buchstaben

Dies sind die Laute, bei denen jeder Probleme hat, egal was die Muttersprache ist:

gh – H – j – Q – tlh – ’
  • gh klingt wie ein gegurgeltes GR, klingt dabei fast das R in manchen Regionen Deutschlands. Wer Französisch spricht, kennt den Laut Sätzen wie "Les roses rouges roulent rapidement".
  • Das große H wird im offiziellen Wörterbuch etwas seltsam beschrieben und hat öfter zu Verwirrung geführt. Es klingt wie das sehr rauhe ch in der Endsilbe von "Ach!" Es darf nicht sanft klingen.
  • j ist dem deutschen Sprecher sehr bekannt, obwohl es kein deutscher Laut ist. Man kennt aus aus englischen Namen und Buchstaben, wie "John", Jim" oder "DJ". Es darf nie so klingen wie im französischen j in "journal".
  • Der Buchstabe Q kann manchem Anfänger Halzschmerzen bereiten. Phonetisch betrachtet besteht der Laut aus dem oben genannten q, gefolgt vom H. Grob beschrieben ist es wie ein KR, vorausgesetzt dass K und R nicht getrennt gesprochen werden, wie man es im süddeutschen Raum oft hört.
  • Der Laut tlh gilt als einer der schwierigsten Laute im Klingonischen, obwohl er im Prinzip recht simpel ist. Im Grunde genommen ist es nur der Buchstabe T, gefolgt von einem L. Ein erster Schritt für Anfänger ist es, an das Wort "Bettlaken" zu denken und die ersten Buchstaben wegfallen zu lassen.
  • Der Apostroph () gilt im klingonischen Alphabet als eigenständiger Buchstabe. Im Grunde ist er den meisten von uns gut bekannt, aber wir schreiben ihn nicht im Deutschen. Er tritt auf am Anfang eines Wortes, das mit einem Vokal beginnt, so wie wenn man stark abgehackt diesen Satz spricht: Ich esse ein Ei. Es kommt auch vor beim Absatz im deutschen Wort Bea-amter und See-Adler. Wenn der Apostroph am Ende des Wortes steht, ist es ein harter Stopp. Das Wort cha' (zwei) klingt wie ein kurzes "Tja" oder der Tanz "Cha-cha", wobei sich cha (Torpedos) eher auf "Ah" reimt.
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Weiterführende Informationen
zu diesem Thema gibt es
im Klingonisch-Wiki:

Quellenangaben

1. Marc Okrand: Das offizielle Wörterbuch, S. 13-18